Forschungsprojekt Biodiversität
WAGO × Feldwerk × Fraunhofer IEM
Im Dreierbündnis WAGO, Feldwerk und Fraunhofer IEM erforschen wir, wie sich die Biodiversität und der Klima-Impact unserer Blühflächen wissenschaftlich nachvollziehbar erfassen und für unternehmerische Entscheidungen nutzbar machen lassen. Gemeinsam entwickeln wir belastbare Methoden, um den Impact von Blühflächen messbar zu machen – von Bodenproben und eDNA-Checks bis zum LCA-Modell für CO₂-Kompensation. Ziel: harte Daten, klare Entscheidungen, bessere Wirkung.
Warum das wichtig ist? Weil erst die systematische Erfassung und Messbarkeit von Biodiversität es ermöglicht belastbare Entscheidungen zu treffen.
Wer heute beginnt, Biodiversität zu managen, vermeidet nicht nur zukünftige Kosten, sondern verschafft sich einen klaren strategischen Vorteil in einer Wirtschaft, die immer stärker von naturbezogenen Risiken beeinflusst wird.
Unsere Untersuchungen kombinieren Feldarbeit, Laboranalysen und Modellierung. So entsteht ein robustes Bild der ökologischen Leistung einer Blühfläche.
Physikalisch-chemische Bodenkennwerte (Humus, Nährstoffstatus, pH, Wasserhaltevermögen) als Basisindikatoren für Bodenfruchtbarkeit und Resilienz.
Artenlisten & DNA-basierte Verifizierung zur Bewertung von Blütenangebot, Habitatqualität und Entwicklung über die Zeit.
Lebenszyklus-Bilanzierung der Blühfläche: Netto-Kohlenstoffbindung, Emissionen der Anlage/Pflege und Kompensationswirkung.
Per Sensorik wird die Fläche überwacht und so festgestellt, welche Arten vorkommen.
Die Ergebnisse werden zur weiteren Maßnahmenplanung und Steuerung der weiteren Biodiversitätsmaßnahmen genutzt.
Wissenschaftlich begleitet vom Fraunhofer IEM Paderborn, umgesetzt mit Feldexpertise von Feldwerk und Anwendung bei WAGO.
Biodiversität – also die Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen – wirkt im Unternehmenskontext oft wie ein „fernes“ Thema. In Wahrheit ist sie eine der Grundlagen dafür, dass Wirtschaft überhaupt funktioniert. Viele natürliche Prozesse laufen für uns so selbstverständlich im Hintergrund, dass man leicht vergisst, wie sehr wir davon abhängig sind.
Artenreiche Ökosysteme
Wenn diese Systeme ins Wanken geraten, bekommt es am Ende auch die Industrie zu spüren. Und zwar nicht irgendwann – sondern zunehmend bereits heute.
Der Verlust biologischer Vielfalt erhöht die Verwundbarkeit globaler Lieferketten. Typische Folgen sind:
Kurz gesagt: Wenn die Natur instabil wird, werden es die Märkte ebenfalls.
Wir freuen uns auf Austausch mit Unternehmen, Kommunen und Forschungspartnern.