Jedes Insekt zählt – Jeder kann mitmachen – Jetzt mit dem eigenen Insektengarten zum Artenretter werden!
Die Vielfalt der Insekten und der Artenrückgang sind erschreckend. Ein Insektengarten ist eine der wirksamsten Möglichkeiten, mehr Artenvielfalt direkt im eigenen Garten zu fördern.
In den letzten Jahren haben wir über 70% an Biomasse und Insekten verloren. Niemand kann sagen, welche Art eine zuviel ist! Unser ökologisches Gleichgewicht ist gefährdet! Schafft jetzt mit Hilfe von unseren Tips einen Insektengarten. Viele weitere Informationen findest Du zusätzlich noch auf dieser Seite: Feldwerk-Blühpatenchaft!
Jede verschwundene Art kann die eine zuviel sein!
„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.”
Albert Einstein
Insekten sind bedroht!
Wir müssen handeln! Von den knapp 600 in Deutschland bekannten Wildbienenarten sind laut Roter Liste bereits 39 Arten ausgestorben, 31 Arten vom Aussterben bedroht und 197 Arten gefährdet. Jeder von Euch kann helfen, dem Artensterben entgegenzuwirken – Entweder durch Naturschutzprojekte mit Feldwerk oder durch unsere Tipps und Tricks für den eigenen Garten! Mit einem naturnah gestalteten Insektengarten schaffst du wertvolle Lebensräume für Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber.
Gründe für das Artensterben
Klimawandel
Intensive Landwirtschaft – Monokulturen
Zunehmende Flächenversiegelungen
WER und WAS können wir tun?
INSEKTENGARTEN: Tipps ind Tricks. Für noch mehr Idee einfach hier klicken: Insektengarten gestalten
Schon kleine Maßnahmen machen deinen Insektengarten zu einem wichtigen Beitrag für den Artenschutz.
Am Ende zählt jede m² aretnreicher Lebensraum. Besorgt euch artenreiches Saatgut zum Beispiel bei uns im Shop und legt im Frühjahr oder Herbst damit Blühflächen an.
Zum SaatgutEinfach mal Holzschnitte liegen lassen! Altes Holz wird schnell zur wertvollen Heimat für Wildbienen, Käfer und viele andere Insekten. So entstehen ganz nebenbei natürliche Nistplätze – und Sie sparen sich den Weg zum Bauhof und die Entsorgungskosten. Win-win für Mensch und Natur!
Lassen Sie die Natur im Mai einfach wachsen – das spart Arbeit und bietet vielen Insekten Schutz und Lebensraum. Wenn doch gemäht wird, dann bitte in Etappen und mit Rücksicht: Randstreifen stehen lassen und die Schnitthöhe auf 10–12 cm einstellen. Noch besser: auf Messerbalken-Mähwerke setzen – die schonen doppelt so viele Insekten wie Rotationsmäher. Jeder Quadratmeter zählt!
Viele Insektenarten sind auf passende Nistplätze angewiesen. Dabei hat jede Art ganz eigene Ansprüche. Ob Wildbienen, Schlupfwespen oder Käfer – sie alle bevorzugen unterschiedliche Materialien und Lochgrößen. Wer Insekten helfen möchte, sollte deshalb möglichst vielfältige Nisthilfen anbieten. Besonders nachhaltig: selbst bauen! So lässt sich die Qualität und richtige Ausgestaltung am besten sicherstellen – und man lernt nebenbei viel über die spannenden Bedürfnisse unserer kleinen Gartenhelfer.
Feldwerk NisthilfenNisthügel bieten Wildbienen, Käfern und anderen Insekten ideale Brut- und Rückzugsplätze. Einfach anlegen: Sand, Lehm, Totholz und Steine schichten, sonnig platzieren und in Ruhe lassen. Wichtig: keine Bepflanzung, damit die Insekten freie Nistflächen vorfinden. So entsteht ohne großen Aufwand ein kleines Insektenparadies!
Verzichtet auf chemischen Pflanzenschutz! Ein einfacher Schritt mit großer Wirkung. Pestizide und Herbizide schaden nicht nur „Schädlingen“, sondern auch wichtigen Bestäubern wie Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen. Gesunde Pflanzen und ein lebendiger Garten brauchen keine Chemie – die Natur regelt vieles von selbst!
Unsere Insekten brauchen Wasser! Mit einer Wasserstelle helfen Sie Bienen, Schmetterlingen und anderen Tieren durch trockene Tage. Einfach eine flache Schale mit Wasser füllen, kleine Steine oder Holzstücke als Landehilfe hineinlegen und regelmäßig nachfüllen. So wird Ihr Garten zur Trinkstation und Lebensraum-Erweiterung für viele nützliche Insekten.
Stauden mit ungefüllten Blüten sind ein Paradies für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Sie liefern vom Frühjahr bis in den Herbst Nahrung. Am besten ist es, eine bunte Mischung heimischer, mehrjähriger Pflanzen an sonnigen Standorten anzupflanzen.
Besonders beliebt bei Insekten:
- Salbei
- Wiesenschafgarbe
- Sonnenhut (Rudbeckia)
- Glockenblumen
- Phazelie
- Flockenblume
Holt euch Inspiration!
(Wild-) Bienenwissen
Kleine Facts zu unseren Freunden! Noch mehr wissenwertes findet ihr hier: Wildbienen und Honigbienen
🐝 Honigbienen leben in Bienenstöcken oder in hohlen Bäumen. Wildbienen suchen sich kleine Höhlen, Erdlöcher oder bauen ihre Nester in Holz oder Pflanzenstängeln.
🍯 Honigbienen leben in großen Gruppen und machen Honig. Wildbienen leben meistens alleine und machen keinen Honig – aber sie helfen genauso fleißig bei der Bestäubung!
🌸 Bienen trinken süßen Nektar aus Blumen für Energie und essen Pollen, um stark zu bleiben. Manche Wildbienen mögen nur ganz bestimmte Pflanzen!
🌍 Ohne Bienen gäbe es weniger Obst und Gemüse! Sie helfen, Pflanzen zu bestäuben, damit neue Früchte wachsen können. Außerdem machen Honigbienen leckeren Honig.
📏 Bienen sind unterschiedlich groß. Honigbienen werden etwa 1 bis 1,5 Zentimeter lang. Wildbienen gibt es in vielen Größen – manche sind sogar kleiner als ein Reiskorn!
✈️ Bienen sind echte Flugprofis! Sie fliegen bis zu 10 Kilometer weit, um Nektar und Pollen zu sammeln. An einem Tag können sie mehrere hundert Blüten besuchen!
Bienen sind meist rundlicher, behaart und haben eine eher bräunlich-gelbe Färbung, während Wespen schlanker, glänzender und schwarz-gelb gestreift sind. Bienen sind wichtige Bestäuber und ernähren sich vor allem von Blütennektar und Pollen. Wespen hingegen sind auch Fleischfresser, fressen andere Insekten und bedienen sich gerne an süßen Speisen. Zudem können Wespen mehrfach stechen, während eine Honigbiene nach einem Stich stirbt.
