„Biodiversität und Artenschutz eine Bühne geben“
Mit ganz viel Vorfreude auf die Blühspielwoche haben wir mit TBV Lemgo Lippe-Spieler Nicolai Theilinger darüber gesprochen, worauf sich Fans beim Spiel gegen die Füchse Berlin am 16. Februar freuen dürfen und warum der Blühspieltag viel mehr als ein sportliches Highlight ist.
Nicolai, beim Blühspieltag trifft der TVB Lemgo auf die Füchse Berlin, die derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz stehen. Kribbelt es da schon?
Nicolai: Wir sind in der Vorbereitung und sind sehr gespannt, wie die Füchse-Spieler Lasse Andersson und Mathias Gidsel aus der WM kommen, wo sie gerade für Dänemark spielen. Es dauert noch ein bisschen bis zu unserem Spiel, aber wir sind eine heimstarke Mannschaft und werden den Füchsen ordentlich Paroli bieten. Denn natürlich wollen wir gewinnen.
Ein Gewinner steht ja quasi schon fest, da bei der Blühspielwoche über einen Anteil der Eintrittsgelder und Spenden neue Blühflächen in der Region entstehen.
Nicolai: Ja! Ziel ist es Themen wie Biodiversität und Artenschutz mit Hilfe des Sports eine Bühne zu geben, denn viele Menschen sind sich dessen nicht bewusst. Wir möchten insbesondere auf die Bedeutung der Verluste von Pflanzen- und Tierarten aufmerksam machen und gleichzeitig den Blick dafür schärfen, wo es Verbesserungspotenziale gibt. Auch Fans und Sponsoren wollen wir auf diesen Weg mitnehmen.
War die Liebe zur Natur auch ein Grund für dich, aus Hamburg zum TBV Lemgo zu wechseln?
Nicolai: Ich bin in einer Gemeinde mit rund 10.000 Einwohnern aufgewachsen und bin sehr glücklich in Lemgo. Ich mag es, im Landschaftspark spazieren zu gehen und genieße die schöne Natur und auch die Blühflächen. Ich finde es sehr wichtig, die Natur in ihrer Vielseitigkeit zu bewahren.
Du bist auch sehr vielseitig engagiert. Was bedeutet das für dich?
Nicolai: Ich engagiere mich zum Beispiel als Pate für Mädchen in Indien, die es besonders schwer haben Zugang zu Bildung zu erhalten. Dort können auf den ersten Blick gering erscheinende Beträge viel bewirken und neue Perspektiven bieten. Wir sollten uns bewusst machen, dass Manches, das in unseren Augen wie eine Kleinigkeit erscheint, für andere nicht selbstverständlich ist und es entsprechend schätzen. Denn keiner kann sich aussuchen, in welchem Land man zur Welt kommt. Wenn ich Menschen, Tieren oder der Natur helfen kann, dann macht mich das zufrieden und dankbar.

