# FeldwerkDialog 2026: Wie Blühflächen messbar werden

> URL: https://www.feld-werk.de/feldwerkdialog-2026-rueckblick/  
> Sprache: de  
> Beschreibung: Rückblick auf den FeldwerkDialog 2026 in Löhne: Wie wir mit Fraunhofer IEM und WAGO Blühflächen messbar machen und Kennzahlen für ESG-Berichte gewinnen.  
> Aktualisiert: 2026-10-01  

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Biodiversität ist für viele Unternehmen schwer greifbar. Dass sie wichtig ist, steht außer Frage. Doch wie misst man sie? Wie bringt man sie in einen berichtsfähigen Zustand? Und wann wird aus einer Blühfläche ein nachvollziehbarer Beitrag zur Nachhaltigkeit? Genau darum ging es beim FeldwerkDialog 2026 am 10. September 2026 in Löhne.

### Warum diese Fragen gerade jetzt gestellt werden

Unternehmen legen Blühflächen an, pflanzen Bäume, übernehmen Patenschaften. Was danach folgt, ist meist eine Lücke: Es gibt ein Foto, eine Urkunde, vielleicht eine Zahl in Quadratmetern – aber keine belastbare Aussage darüber, was auf der Fläche tatsächlich passiert ist. Solange das so bleibt, ist Biodiversität eine Absichtserklärung und keine Kennzahl.

Mit der CSRD und den ESG-Anforderungen ändert sich das. Naturbezogene Angaben werden konkreter, und wer sie machen muss, braucht Daten statt Fotos. Genau an dieser Stelle setzt das Forschungsprojekt an, um das sich der FeldwerkDialog 2026 drehte.

### Das Forschungsprojekt: Blühflächen messbar machen

Gemeinsam mit dem **[Fraunhofer IEM](https://www.iem.fraunhofer.de/)** und **[WAGO](https://www.wago.com/de/)** arbeiten wir im Projekt „Blühflächen messbar machen“ an Antworten, die für Unternehmen praktisch nutzbar sind. Untersucht wird, wie sich die Entwicklung von **Insekten, Pflanzen und Bodenqualität** auf Blühflächen systematisch erfassen lässt – und wie Unternehmen daraus verstehen können, was ihre Biodiversitätsmaßnahmen bewirken.

Der Unterschied zu einer einmaligen Bestandsaufnahme liegt in der Wiederholung. Eine Fläche wird nicht einmal begutachtet, sondern über die Saison hinweg beobachtet. Erst daraus entsteht eine Entwicklung, die man ablesen kann: Wann kommt was, wie verändert sich der Boden, welche Aussaat trägt wie weit.

### Vier Flächen, vier Aussaatzeitpunkte

Auf der Monitoringfläche stehen vier Blühflächen mit unterschiedlichen Aussaatzeitpunkten nebeneinander. Das klingt unspektakulär, ist aber der Kern des Aufbaus: Nur im direkten Vergleich lässt sich trennen, was auf die Aussaat zurückgeht und was auf Wetter, Boden oder Zufall.

Beim FeldwerkDialog haben die Beteiligten das nicht im Konferenzraum erklärt, sondern direkt auf der Fläche gezeigt – mit Bodenproben, den Erfassungsmethoden und den Geräten, die dabei zum Einsatz kommen.

### Die Beiträge des Nachmittags

Marco Schlomann, Geschäftsführer von Feldwerk, eröffnete den Nachmittag mit Einblicken in die Arbeit von Feldwerk. Anschließend sprachen **Astrid Burschel** und **Steffen Schwichtenberg** über die Bedeutung von Biodiversität im Unternehmenskontext und über die gemeinsamen Forschungsansätze.

> „Die Zusammenarbeit mit Fraunhofer IEM und WAGO hat uns großen Spaß gemacht und macht uns weiterhin großen Spaß. Es ist spannend, jetzt zu wissen, wie unsere Flächen wirken und was auf ihnen los ist, anstatt es nur zu säen. Stets nach unserer Vision: SÄEN. WIRKEN. WISSEN.“
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> Marco Schlomann, Geschäftsführer Feldwerk

### Das Monitoringportal: aus Messwerten werden Kennzahlen

Erhobene Daten nützen niemandem, solange sie in Tabellen liegen. Deshalb haben wir parallel ein **Feldwerk-Monitoringportal** aufgebaut, das die Ergebnisse der Untersuchungen zusammenführt und sichtbar macht. Patinnen und Paten sehen dort, was auf ihrer Fläche erhoben wurde, statt es sich erzählen zu lassen.

Bei der technischen Entwicklung der Plattform hat die [Deltatec Computer – IT Lösungen GmbH](https://deltatec-computer.de) als Projektpartner unterstützt.

Für Unternehmen entstehen daraus Kennzahlen, die sich in Nachhaltigkeitsberichte übernehmen lassen – aufbereitet entlang der Anforderungen, die CSRD und ESG an naturbezogene Angaben stellen.

### Was Unternehmen konkret davon haben

- **Belastbarkeit statt Behauptung.** Wer eine Blühfläche im Nachhaltigkeitsbericht erwähnt, kann sie mit erhobenen Werten hinterlegen.
- **Entwicklung statt Momentaufnahme.** Die Erfassung über die Saison zeigt Veränderung, nicht nur einen Zustand.
- **Vorsprung bei Berichtspflichten.** Wer heute beginnt, Biodiversität zu erfassen, hat belastbare Daten, wenn sie verlangt werden – und muss nicht improvisieren.
- **Etwas zum Zeigen.** Die Fläche existiert an einem benannten Ort und lässt sich besuchen, mit Kundschaft oder mit der Belegschaft.

### Austausch auf der Fläche

Zum Abschluss blieb Zeit für Gespräche mit regionalen Unternehmerinnen und Unternehmern – und für eine Verkostung des Honigs aus dem eigenen Feldwerk-Bienenstock. Dass dabei mehr entsteht als beim Vortrag im Saal, hat sich wieder bestätigt: Die meisten Fragen kamen nicht während der Talks, sondern danach, zwischen den Flächen.

Danke an alle Beteiligten und Gäste für diesen Tag.

### Sie waren nicht dabei?

Alle Informationen zum Format finden Sie auf der Seite zum [FeldwerkDialog 2026](https://www.feld-werk.de/feldwerkdialog-2026/). Wenn Sie beim nächsten Termin dabei sein möchten oder Fragen zum Forschungsprojekt haben, melden Sie sich gern bei uns.

Passend dazu: [Blühpatenschaft für Unternehmen](https://www.feld-werk.de/bluehpatenschaft/) und [alle Patenschaften im Überblick](https://www.feld-werk.de/patenschaften/).
